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In unregelmässigen Abständen berichte ich hier über meine fotografischen Aktivitäten. Wenn Sie ein E-Mail erhalten möchten, wenn es einen neuen Eintrag gibt können Sie sich hier
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Sonntag, 9. Februar 2014

Menschen & Natur im Südwesten von China

Es gibt es noch – das alte China – allerdings muss man weg von den Zentren, den grossen Städten. Hinaus aufs Land. Der Südwesten von China bietet nicht nur einmalige Landschaften. Er ist auch Heimat von verschiedenen Minderheiten. China ist unglaublich vielfältig. Ich habe im letzten Oktober einen kleinen Teil davon gesehen. Abseits der touristischen Trampelpfade. Unterwegs mit einheimischen Guides, die Land und Leute kennen, die mir ermöglichten in Kontakt mit der Bevölkerung zu kommen.

Guilin und Yangshuo
Guilin ist bekannt für die einmaligen Karstberge. Zahlreiche Hügel erheben sich kegelförmig oder auch schmal wie Säulen aus der ebenen Fläche und bilden  ein einzigartiges Panorama. Das kleine Dorf Daxu am Lijiang River liegt etwa 20km südöstlich von Guilin und ist weitgehend authentisch geblieben. In Yangshuo mache ich auf dem Yulong-Fluss, einem ruhigen Nebenarm des Li-Flusses, eine Bambus-Flossfahrt durch die fantastische Karstlandschaft.

http://www.rudolf-hug.ch/content/fotogalerie/Travel/China%202013/index.html

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Reisterassen um Longsheng
Die nächste Station ist Longsheng mit den Longji-Terrassenfeldern, die eine grossartige, in unterschiedlichen Grüntönen leuchtende Attraktion, bilden. Ich übernachte inmitten der Reisterassen in der Lian-Lodge, einem fantastisch schönen Hotel. Longsheng ist auch Heimat der Dong, einer kleinen Minderheit. Die Frauen der Dong schneiden ihre Haare nur einmal im Leben, wenn sie heiraten. Offen reichen die Haare bis an den Boden. Aufgesteckt sind sie der Stolz dieser Minderheit.

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Wind- und Regenbrücken von Sanjiang
Das Dorf Ba'ao ist Heimat der Dong Minderheit. Sie sind bekannt für die einmalige Architektur ihrer Wind- und Regenbrücken, bei denen immer 5 Pavillions durch Korridore verbunden sind. Wie fast überall in China haben Glückspiele eine hohe Bedeutung. In jedem Dorf kann man Männer beim Spielen sehen.

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Rote Erde  in Xing Tian
Nach dem Flug nach Kunming fahre ich etwa 160 km nordöstlich nach der Stadt Donchuan. Von dort geht es weiter in das touristisch weitgehend unerschlossene Gebiet «Hong tu di», was soviel wie «rote Erde» heisst. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Die wunderschön angeordneten Felder werden mit Holzpflug und Ochsen oder Pferden bewirtschaftet. Der Guide hat nur eine von Hand gezeichnete Karte dabei und muss immer wieder nach dem Weg fragen. Die Unterkunft und auch das Essen sind sehr einfach!

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Lijiang
Nach einem spannenden Aufenthalt geht es zurück nach Kunming und von dort mit dem Flugzeug nach Lijiang. Die UNESCO Weltkulturerbe-Stadt ist ein Anziehungspunkt von hunderttausenden chinesischen Touristen. Nach dem anfänglichen Schock «entführt» mich der lokale Guide in die «Hinterhöfe» der Stadt, wo das Leben noch urtümlich ist. Die Minderheit der Naxi sind in ihren traditionellen Kleidern zu sehen und ältere Frauen treffen sich auf dem Marktplatz zur Morgengymnastik.

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Liming
Etwa drei Fahrstunden von Lijiang liegt Liming. Im nahen Laojunshan Nationalpark befindet sich der «Tausend Schildkröten Berg», eine unvergleichbare Felsformation, die dem Panzer tausender Schildkröten gleicht. Von Liming führen auch über tausend Treppenstufen zu der grandiosen Formation.
 
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Tigersprungschlucht
Weiter geht es zum Oberlauf des Yangtze, dem Jinshajiang. Er hat sich über Jahrmillionen tief in das Gebirge eingefressen. An seiner engsten Stelle stürzt sich der reissende Fluss mit lautem Getöse durch die Tigersprungschlucht. Das Tea Horse Trade House ist Unterkunft für die Nacht und nur über eine dramatisch steile Schotterstrasse zu erreichen.

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Lugu See
Auf 2685 m.ü.M. liegt der Lugu See, einer der grössten Binnenseen Asiens. Er ist «neben mir» auch Ziel von tausenden Touristen aus China. Als «Langnase» bin ich die Attraktion, sind doch praktisch keine Touristen aus anderen Ländern dort. Etwas abseits des Rummels sind die Minderheiten der Mosuou und der Yi anzutreffen. Spannende Begegnungen in einer wunderschönen Landschaft.

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Kunming
Abschluss der Reise bildet ein Besuch im Steinwald, südlich der Grossstadt Kunming. Hollywood war wohl Vorbild dieser Touristenattraktion. Aber selbst in einem grossen, modernen Hotel ist es schier unmöglich sich auf Englisch zu verständigen. China ist so gross, dass die einheimischen Touristen in Massen auftreten. Nach dem Exkurs in das «alte China» bringt mich dieser Besuch zurück in die Realität.

http://www.rudolf-hug.ch/content/fotogalerie/Travel/China%202013/index.html


Eine spannende Reise, die viel zu schnell zu Ende geht. Die Kontraste zwischen modernsten Städten und dem urtümlichen China sind spannend aber wohl nicht mehr lange zu sehen. Dramatisch schnell findet die Entwicklung statt!

Weitere Bilder dieser Reise können in der Galerie auf meiner Homepage betrachtet werden. 

Montag, 11. November 2013

Bildband über eine Reise entlang der Seidenstrasse

Menschen & Kulturen Mit dem Zug entlang der Seidenstrasse
Letzten Herbst habe ich eine Reise von Astana in Kasachstan über Usbekistan nach Aschgabat in Turkmenistan gemacht. Ich war mit einem Extrazug unterwegs, der wie ein Kreuzfahrtschiff meist in der Nacht unterwegs ist und tagsüber an verschieden, interessanten Orten entlang der Seidenstrasse Halt macht. Nicht weniger als sieben UNESCO Weltkulturerbestätten können besichtigt werden. Von diesen Bildern habe ich einen Bildband realisiert und in meinem Verlag «rudolf-hug» herausgegeben. 

Der Bildband hat die Abmessungen 24 x 21 cm, einen Umfang von 196 Seiten, ist fadengeheftet und mit einem festen Buchdeckel versehen. (ISBN 978-3-9524084-2-1) 

Durch Anklicken des Bildes kann im Buch virtuell geblättert werden (braucht den Flash Player).

Das Buch kann im Web-Shop für Fr. 59.50 (plus Versandkosten) bestellt werden. 
 
http://www.rudolf-hug.ch/content/fotobuch/Registan/start

Mit vielen Bildern und erläuterndem Text wird die Reise entlang der Seidenstrasse beschrieben. Die Reise beginnt in der kalten Steppe von Kasachstan.



Immer wieder hält der Zug und die Ausflüge ermöglichen den Kontakt mit der lokalen Bevölkerung. Besonders geeignet sind dafür die farbigen, lokalen Märkte.


Ein spezielles Highlight ist der Aufenthalt in Samarkand in Usbekistan. Der Registanplatz ist ein Beispiel der grossen Baukunst der Samaniden. Der berühmte Herrscher Timur Lenk machte die Stadt zum Zentrum seines Reiches.




Der Märchenstadt Chiwa ist ein weiteres Kapitel im Buch gewidmet. Innerhalb der Festungsmauern befinden sich unzählige Monumente, die die Märchen aus «1001 Nacht» lebendig werden lassen.


Das Kapitel über Buchara zeigt Bilder der Moscheen, Medresen und Minarette. Aber auch die Menschen, die in der Stadt leben, werden portraitiert.


Der Personenkult in Turkmenistan ist neben der alten Oasenstadt «Merw» und den zerfallenen Festungen Thema der Kapitel über Turkmenistan.


 www.rudolf-hug.ch


Sonntag, 25. August 2013

Die Magie des hohen Nordens

Es ist das Licht des Nordens, das mich immer wieder fasziniert. Die Sonne, die im Sommer nie untergeht, der flache Einfallswinkel, die Wolkendecke, das satte Grün des Mooses, das tiefe Blau des Eises und die Pastelltöne des Himmels! Die karge, unendlich weite Landschaft, die Kälte, das knisternde Eis und natürlich die Tiere.
Wir (d.h. zwölf Fotografen) sind mit einem Expeditions-Eisbrecher aus den 50er-Jahren unterwegs. Ein kleines Schiff ohne Stabilisatoren und einfachen Kajüten - dafür aber mit viel Charme und Beweglichkeit. Wir starten von Lonyearbyen in Svalbard und fahren gegen Norden.

 
 
 


Den König des Polarmeeres, den Eisbären, finden wir erst ganz nahe dem 82. Breitengrad. Das ist nur etwa 550 Seemeilen vom Nordpol entfernt. So weit oben ist die Eiskante. Und das Packeis ist ziemlich offen, das heisst, die Eisbären können nur schwimmend von Eisplatte zu Eisplatte gelangen. Die Begegnungen mit den Eisbären sind, wie immer, einzigartig und nach den vielen Sichtungen auf dem Festland ist es spannend, sie nun in auf dem Eis und im Meer zu fotografieren.



 

Die Arktis ist keine Serengeti, die Tierviefalt viel kleiner und es ist schweirig die Tiere in der unendlichen Weite zu finden. Die Guides machen einen hervorragenden Job und halten von der Brücke oder auch mal aus dem Krähennest nach Tieren Ausschau. Meist können wir vom niedrigen Deck aus fotografieren. Mit Hilfe von zwei Zodiacs können wir uns aber den Tieren auch vorsichtig annähern und aus der Nähe fotografieren.


 



Ein besonderes Erlebnis sind die Begegnungen mit den Walen, den grössten Säugetieren der Welt. Einen Blauwal oder eine Schar von Finnwalen in unmittelbarer Nähe des Schiffes zu sehen und zu hören ist ein emotionales, unbeschreiblich schönes Erlebnis. Aber etwa zehn Buckelwalen über eine halbe Stunde lang bei ihren Spielen und Sprüngen zuschauen zu dürfen, da lacht selbst das Herz von "naturverwöhnten" Fotografen.

 

 
 

Bei verschiedenen Anlandungen auf den Inseln von Spitzbergen konnten wir die karge Flora und Fauna fotografieren. Und die Frage stellt sich, was ist nun schöner ein einsames, einzelnes Blümchen oder die üppige Farbenpracht eines Blumenfeldes zu fotografieren. Es ist beides schön - wobei dem einzelnen Blümchen wohl mehr Aufmerksamkeit zukommt, als einer Sonnenblume im grossen Feld. So wie im Leben sonst...


 

 

Eine fantastische Reise, die viel zu schnell zu Ende geht. Die satten Farben, die Vielfalt der Schweiz hat mich wieder. Ich denke an die Pastellfarbtöne zurück - an die Magie des hohen Nordens.

Weitere Bilder dieser Reise können in der Galerie auf meiner Homepage betrachtet werden.